Die Taschentiefe, auch Sondierungstiefe genannt, beschreibt den Abstand zwischen Zahnfleischrand und dem mit einer Parodontalsonde erreichbaren Taschenboden. Der Messwert hilft bei der Beurteilung des Zahnfleisches, wird aber nicht isoliert bewertet. Entzündungszeichen, Attachmentverlust, Röntgenbefund und weitere klinische Faktoren gehören ebenfalls zur Einordnung. Wie aus diesen Befunden eine Therapieplanung entsteht, erfahren Sie auf unserer Leistungsseite zur Parodontologie.
Wie wird die Taschentiefe gemessen?
Bei der Untersuchung wird eine Parodontalsonde behutsam an mehreren Stellen eines Zahns angesetzt. Die Messung ist Teil des parodontalen Befunds und wird zusammen mit weiteren klinischen und röntgenologischen Informationen eingeordnet.
Was bedeuten auffällige Messwerte?
Erhöhte Sondierungstiefen können auf entzündete oder bereits geschädigte Bereiche des Zahnhalteapparates hinweisen. Für die Behandlungsentscheidung werden die Messwerte zusammen mit Sondierungsblutung, Attachmentverlust, Knochenabbau und dem individuellen Risikoprofil betrachtet. Welche Behandlung notwendig ist, lässt sich deshalb nicht allein an einer einzelnen Millimeterangabe festmachen.
Bei diagnostizierter Parodontitis finden Sie den systematischen Behandlungsablauf unter Parodontologie. Informationen zu ausgewählten regenerativen Maßnahmen finden Sie unter regenerative Verfahren in der Parodontologie.
Warum Verlaufskontrollen wichtig sind
Messwerte können sich im Verlauf verändern. Kontrollen ermöglichen es, den Befund erneut einzuordnen und weitere Schritte an der individuellen Situation auszurichten.

