Die Rebasierung ist ein zahntechnisches Verfahren, bei dem die Kunststoffbasis einer bestehenden Prothese erneuert oder angepasst wird, ohne die Prothesenzähne auszutauschen. Sie wird angewendet, wenn die Prothesenbasis durch Alterung, Verschleiß oder veränderte Kieferkammverhältnisse nicht mehr passgenau sitzt, die Prothesenzähne aber noch in gutem Zustand sind und die Okklusion (Biss) weiterhin korrekt ist. Im Gegensatz zur vollständigen Neuanfertigung einer Prothese spart die Rebasierung Zeit und Kosten und ist für Patienten schonender, weil keine komplett neue Eingewöhnungsphase mit neuen Prothesenzähnen notwendig ist. Die Rebasierung kann direkt in der Zahnarztpraxis (chairside, mit selbsthärtendem Kunststoff) oder laborseitig (im Dentallabor) durchgeführt werden; die Labormethode liefert in der Regel genauere und haltbarere Ergebnisse. Indikationen für die Rebasierung sind schlechter Prothesenhalt durch Kieferkammresorption, veränderte Lagebeziehungen durch Zahnverlust oder nach Knochen augmentationen, Druckstellen durch verändertes Kieferkammrelief und Brüche in der Prothesenbasis, die repariert und neu unterfüttert werden. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek führen wir Rebasierungen nach einer sorgfältigen Befundaufnahme durch, um sicherzustellen, dass die Rebasierung wirklich die sinnvollste Lösung ist und keine Totalerneuerung erforderlich ist. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft beraten wir unsere Patienten transparent über alle Optionen. Eine schlecht sitzende Prothese, die Druckstellen verursacht, Schleimhautentzündungen fördert und das Kauen erschwert, ist keine Kleinigkeit – sie beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich. Die Rebasierung ist in vielen Fällen eine schnelle und effektive Lösung, um diesen Komfortverlust zu beheben und die Nutzbarkeit der Prothese um Jahre zu verlängern, ohne den Aufwand einer vollständigen Neuanfertigung. Besonders ältere Patienten, die bereits gut an ihre Prothesenzähne gewöhnt sind, profitieren von der Rebasierung, weil sie die vertraute Bisssituation beibehält und eine erneute Eingewöhnungsphase vermieden wird.
Wir sind Zahnärzte in Hamburg-Wandsbek und helfen Ihnen gerne weiter.
Ablauf der Rebasierung
Der Ablauf einer Rebasierung beginnt mit der klinischen Befunderhebung: Der Zahnarzt überprüft den Prothesenhalt, die Okklusion, den Zustand der Prothesenzähne und der Schleimhaut sowie das aktuelle Kieferkammrelief. Sind die Prothesenzähne und die Okklusion in Ordnung, wird eine Abformung der Kieferkamm-Weichteile mit einem dünnfließenden Abformmaterial (Impression-Compound oder Silicon) in der bestehenden Prothesenbasis vorgenommen – die alte Prothese dient dabei als individueller Abdrucklöffel. Diese Abformung erfasst das aktuelle Schleimhautrelief und dient dem Labor als Vorlage für die neue Basis. Im Labor wird die alte Kunststoffbasis abgefräst und durch einen neuen Heißpolymer-Kunststoff ersetzt, der nach dem Kieferkammrelief der Abformung geformt und ausgehärtet wird. Nach der Fertigstellung im Labor wird die Prothese in der Praxis eingesetzt, die Okklusion feinkorrigiert und der Halt überprüft. Kleinere Druckstellen, die nach der Eingliederung auftreten, werden bei einem Kontrolltermin nach wenigen Tagen durch gezielte Einschleifung beseitigt, damit sich die Prothese von Anfang an komfortabel anfühlt und die Schleimhaut nicht unnötig belastet wird. Unser Prophylaxe mit System-Konzept umfasst die regelmäßige Kontrolle von Prothesen im Recall, um Rebasierungsbedarf frühzeitig zu erkennen.
Direkte Rebasierung vs. Laborrebasierung
Bei der direkten Rebasierung (Unterfütterung chairside) wird ein selbsthärtender Unterfütterungskunststoff in die gereinigte Prothesenbasis eingebracht und die Prothese in den Mund eingesetzt, bis der Kunststoff abbindet. Diese Methode ist schnell und preiswert, liefert aber eine geringere Passgenauigkeit und Haltbarkeit als die Laborrebasierung, weil der selbsthärtende Kunststoff porös ist und sich verfärbt. Für kurzfristige Lösungen oder als provisorische Maßnahme ist sie akzeptabel. Die Laborrebasierung mit Heißpolymer-Kunststoff ist dichter, haltbarer und maßgenauer und sollte die bevorzugte Methode sein, wenn die Prothese längerfristig genutzt werden soll. Unser Wiki-Beitrag zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung erläutert, wie die Passform von Prothesen bei Kontrolluntersuchungen beurteilt wird.
Rebasierung vs. Neuanfertigung: Wann ist was sinnvoll?
Die Entscheidung zwischen Rebasierung und vollständiger Neuanfertigung hängt vom Zustand der Prothesenzähne und der Qualität der bestehenden Okklusion ab. Wenn die Prothesenzähne stark abgenutzt, verfärbt oder frakturiert sind, ist eine Neuanfertigung sinnvoll. Wenn die Okklusion nicht mehr korrekt ist (z. B. durch Kieferkammveränderungen wurden die Kieferrelationen verändert), ist ebenfalls eine Neuanfertigung zu empfehlen. Nur wenn Zähne und Okklusion in gutem Zustand sind, aber die Passform durch Kieferkammresorption gelitten hat, ist die Rebasierung die wirtschaftlichere und schonendere Option. Als Faustregel gilt: Eine Prothese sollte alle fünf bis acht Jahre erneuert werden, kann aber in der Zwischenzeit durch Rebasierungen passend gehalten werden. Patienten, die regelmäßige Kontrollen wahrnehmen, können frühzeitig auf Passformveränderungen aufmerksam gemacht werden – so lässt sich eine Rebasierung rechtzeitig planen, bevor Druckstellen und Schleimhautprobleme entstehen. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen und Kontrollen schützen Schleimhaut und Kieferkamm unter der Prothese. Unsere Leistungsseite zur Parodontologie erklärt, warum auch Prothesenträger parodontale Restzähne konsequent nachsorgen sollten.
Prothesenpflege und Langzeiterhalt nach Rebasierung
Nach einer Rebasierung sollte die Prothese täglich sorgfältig gereinigt werden: mit einer weichen Prothesenbürste und milder Spülmittel-Lösung (kein Schleifmittel, keine Haushaltsmittel), eventuell ergänzt durch Reinigungs- und Desinfektionstabletten (z. B. Corega-Tabs), die Pilzinfektionen der Schleimhaut vorbeugen. Nachts sollte die Prothese herausgenommen und in klarem Wasser aufbewahrt, um das Zahnfleisch zu entlasten. Ein aus der Hand gefallenes Gebiss kann brechen; ein gepolsterter Waschbeckenrand oder Handtuch beim Reinigen schützt vor Frakturen. Nach einer Rebasierung empfehlen wir Kontrolltermine nach einer Woche (Druckstellenkontrolle) und nach sechs bis acht Wochen, um den Halt und die Okklusion zu beurteilen. Unsere Leistungsseite zu Zahnimplantaten informiert über implantatgestützte Prothesen als Alternative, wenn der Prothesenhalt trotz Rebasierung unzureichend ist. Unser Wiki-Beitrag zur richtigen Mundhygiene zu Hause enthält detaillierte Anleitungen zur täglichen Prothesenpflege.
- Rebasierung erneuert Prothesenbasis – sinnvoll wenn Zähne und Okklusion noch gut sind
- Laborrebasierung ist genauer als direkte Methode – Heißpolymer dichter, haltbarer, maßgenauer
- Alle 5–8 Jahre Prothesenerneuerung – zwischenzeitlich Rebasierungen für optimalen Sitz
- Tägliche Reinigung mit Prothesenbürste – keine Schleifmittel, nachts ins Wasser legen
Fazit: Rebasierung bei Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek
Die Rebasierung ist eine kosteneffiziente Lösung, um schlecht sitzende Prothesen wieder passend zu machen und ihnen ein zweites Leben zu geben. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek beraten wir unsere Prothesenträger offen darüber, wann eine Rebasierung sinnvoll ist und wann eine Neuanfertigung oder eine implantatgestützte Versorgung die bessere Wahl wäre. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft ist unser Ziel, dass jede Prothese optimal sitzt und unsere Patienten damit beschwerdefrei leben können. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in unserer Zahnarztpraxis in Hamburg-Wandsbek und lassen Sie uns Ihre Prothese überprüfen.

