Das Polieren der Zahnoberflächen ist der abschließende Schritt jeder professionellen Zahnreinigung und hat einen wichtigen präventiven Hintergrund: Glatte, polierte Zahnoberflächen erschweren die Neuanlagerung von Plaque und Verfärbungen erheblich, weil Bakterien und Farbpigmente an rauen Oberflächen deutlich fester haften als an glatten. In der zahnärztlichen Prophylaxe unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem klassischen Polieren mit rotierendem Gummikelch und Polierpaste sowie dem modernen Pulverstrahlverfahren (Airflow), das mit feinen Pulverpartikeln unter Wasser- und Luftdruck arbeitet. Beide Methoden haben spezifische Indikationen und ergänzen sich in einem vollständigen Prophylaxeprotokoll. Das Polieren erfolgt immer nach der professionellen Zahnsteinentfernung mit Ultraschall- und Handscaler, weil die gereinigten Oberflächen anschließend geglättet werden müssen, um die Reakkumulationsrate von Plaque zu reduzieren. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek ist das Polieren ein fester Bestandteil jeder professionellen Zahnreinigung. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft legen wir Wert darauf, dass Prophylaxe nicht nur gründlich, sondern auch schonend für Zahnhartsubstanz und Weichgewebe durchgeführt wird – weshalb die Wahl der richtigen Poliermethode und Pastenzusammensetzung für uns eine klinische Entscheidung ist, keine Routine.
Wir sind Zahnärzte in Hamburg-Wandsbek und helfen Ihnen gerne weiter.
Polieren mit Gummikelch und Polierpaste
Das klassische Polieren mit rotierendem Gummikelch oder Polierkelch und einer abrasiven Prophylaxepaste ist die weltweit am häufigsten eingesetzte Methode zur abschließenden Politur nach der professionellen Zahnreinigung. Polierpaste besteht aus einem Schleifmittel (häufig Bimsstein, Silikate oder Aluminiumoxide), einer Trägerpaste, Fluorid und einem Geschmacksstoff. Die Korngröße des Schleifmittels bestimmt die Abrasionstärke: Grobe Pasten entfernen hartnäckige Verfärbungen effektiv, greifen aber die Schmelzoberfläche stärker an; feine Pasten polieren sanfter und werden für die abschließende Hochglanzpolitur oder bei empfindlichen Patienten eingesetzt. In der modernen Prophylaxe gilt das Prinzip, mit der geringsten notwendigen Abrasion zu arbeiten: zunächst eine mittelgrobe Paste für die Entfernung von Teekverfärbungen, Nikoverfärbungen und Plaquepigmenten, dann eine feine oder extra-feine Paste für die Hochglanzpolitur. Diese zweistufige Technik minimiert den Substanzabtrag an der wertvollen Schmelzoberfläche. Wichtig ist, dass der Gummikelch mit niedrigem Druck und niedrigen Umdrehungen rotiert, um Wärmeentwicklung und Traumatisierung des Gingivarandgewebes zu vermeiden. Für freiliegende Wurzeloberflächen bei Parodontitispatienten und für Implantatoberflächen werden spezielle weichere Kelche und feine Pasten verwendet, um die empfindlicheren Oberflächen nicht zu beschädigen. Unser Prophylaxe mit System-Konzept wählt die Poliertechnik individuell nach Patientenprofil und Oberflächensituation aus.
Fluoridierung nach dem Polieren
Nach dem Polieren sind die Zahnoberflächen kurzzeitig frei von Pellikel und besonders aufnahmefähig für Fluoridverbindungen. Dieser Zeitpunkt wird in der modernen Prophylaxe genutzt, um hoch konzentrierte Fluoridlacke (z. B. 22.600 ppm NaF) oder Fluoridgele auf die polierten Oberflächen aufzutragen, die in die obersten Schmelzschichten eingebaut werden und die Säureresistenz des Schmelzes verbessern. Bei Patienten mit erhöhtem Kariesrisiko, freiliegenden Wurzeloberflächen oder nach Zahnbleaching ist die Fluoridierung nach dem Polieren besonders wichtig. Unser Wiki-Beitrag zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung erklärt, wie Fluoridierungsmaßnahmen in die individualprophylaktische Betreuung eingebettet werden.
Airflow-Pulverstrahlgeräte: Moderne Politur ohne Kontaktdruck
Das Airflow-Verfahren (entwickelt von EMS, Schweiz) nutzt einen gezielten Strahl aus feinen Pulverpartikeln, Wasser und Luft, um Plaquebiofilm, Verfärbungen und weiche Beläge von Zahnoberflächen zu entfernen. In der ursprünglichen Form wurden Natriumbikarbonat-Partikel (Körngröße ca. 40–200 Mikrometer) eingesetzt, die durch ihre abrasive Wirkung effektiv Verfärbungen entfernen, aber auf freiliegenden Dentinflächen und an Implantaten zu substanzabtragend wirken. Moderne Geräte nutzen feineres Erythrit- oder Glycinpulver (Körngröße 14–25 Mikrometer), das subgingival eingesetzt werden kann und selbst auf empfindlichen Implantatoberflächen keine signifikante Rautiefenveränderung verursacht. Das PMPR-Protokoll (Professional Mechanical Plaque Removal) nach Müller et al. hat gezeigt, dass suprasupragingivales und leicht subgingivales Airflowing mit Erythrit- oder Glycinpulver eine vollständige Biofilmentfernung ermöglicht, die mit Gummikelch und Paste nicht erreicht wird. Der besondere Vorteil des kontaktlosen Verfahrens liegt darin, dass auch enge Interdentalräume, Furkationsbereiche und Implantatoberflächen ohne mechanischen Druck gereinigt werden können. Bei Patienten mit ausgeprägten Teekverfärbungen oder Raucherzähnen ist das Airflow-Verfahren besonders effektiv und verkürzt die Reinigungszeit erheblich. Unsere Leistungsseite zur Parodontologie erläutert, wie Airflow in die unterstützende Parodontitistherapie integriert wird.
Polieren an Implantaten und auf Restaurationsoberflächen
Für Zahnimplantate und vollkeramische oder Verbundrestaurationen gelten besondere Anforderungen an die Politur, weil aggressive Abrasivmittel die sensiblen Oberflächen beschädigen und die Rauigkeit erhöhen können – was paradoxerweise zu verstärkter Plaqueanlagerung führt. Titanimplantat-Oberflächen werden mit speziellen Kunststoff- oder Karbonaufsätzen am Ultraschallscaler und anschließend mit Glycinpulver-Airflow gereinigt, niemals mit Stahlküretten oder groben Abrasivpasten. Für Keramikrestaurationen (Vollkeramikkronen, Veneers) eignen sich diamantierte Polierpastensysteme mit abgestufter Körnung, die eine Hochglanzpolitur ohne Rissbildung ermöglichen. Komposit-Füllungen poliert man mit Silikonpolierscheiben und Aluminiumoxid-Pasten stufenweise, da zu grobe Körnung die Kompositmatrix freilegt und die Oberflächenrauigkeit erhöht. Eine professionell polierte Restaurationsoberfläche verlängert die klinische Lebensdauer der Restauration erheblich, weil Randverfärbungen und Sekundärkaries an glatten Rändern langsamer fortschreiten. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen inklusive abschließender Politur sind daher sowohl für natürliche Zähne als auch für versorgte Bereiche eine Investition in die Langlebigkeit. Unsere Leistungsseite zu Zahnimplantaten informiert über das Pflegeprotokoll für Implantatversorgungen bei uns in der Praxis. Unser Wiki-Beitrag zur richtigen Mundhygiene zu Hause ergänzt die professionelle Politur durch Hinweise zur häuslichen Pflege von Füllungen und Kronen.
- Gummikelch und Polierpaste: bewährte Methode – Abrasionsstufe nach Bedarf wählen, feinstufig arbeiten
- Airflow mit Glycin- oder Erythritpulver: schonende Biofilmentfernung auch subgingival und an Implantaten
- Fluoridierung direkt nach Politur optimal – pellickelfreie Oberfläche nimmt Fluorid am besten auf
- Keramik, Komposit und Implantat erfordern materialspezifische Poliertechnik – keine Einheitspaste für alle Flächen
Fazit: Professionelles Polieren bei Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek
Polieren ist weit mehr als die kosmetische Krönung einer Zahnreinigung – es ist ein prophylaktisch wirksamer Schritt, der die Reakkumulationszeit von Plaque verlängert und die Langlebigkeit von Restaurationen sichert. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek setzen wir moderne Poliermethoden ein, die individuell auf die Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmt sind. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft sind wir überzeugt, dass eine glatte, strahlende Zahnoberfläche nicht nur schön aussieht, sondern auch nachhaltig zur Mundgesundheit beiträgt. Unsere Prophylaxe-Assistentinnen beraten Sie gerne zur richtigen Polierpaste für den häuslichen Gebrauch, damit Sie den professionellen Effekt so lange wie möglich erhalten können. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in unserer Zahnarztpraxis in Hamburg-Wandsbek und erleben Sie den Unterschied einer professionell polierten Zahnoberfläche.

