Periimplantitis bezeichnet eine durch Bakterien verursachte Entzündung des Gewebes rund um ein Zahnimplantat, die mit fortschreitendem Knochenabbau einhergeht. Sie ist das implantologische Pendant zur Parodontitis am natürlichen Zahn – mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Implantatoberfläche schwieriger zu dekontaminieren ist als eine natürliche Zahnwurzel und die Behandlung daher anspruchsvoller ist. Periimplantitis ist von der harmlosen Periimplantären Mukositis abzugrenzen: Periimplantäre Mukositis betrifft nur das Weichgewebe um das Implantat (vergleichbar mit Gingivitis) und ist bei konsequenter Behandlung reversibel. Periimplantitis hingegen ist eine irreversible Erkrankung, bei der Knochen bereits verloren gegangen ist. Klinisch zeigt sich Periimplantitis durch gerötetes und geschwollenes Periimplantatgewebe, Blutung oder Eiteraustritt nach Sondierung, Zunahme der Sondierungstiefen und röntgenologisch nachweisbaren Knochenabbau. Bei unbehandelter Periimplantitis kann das Implantat letztendlich verloren gehen. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek prüfen wir bei jeder Implantatnachsorge systematisch auf Periimplantitis und behandeln beginnende Befunde frühzeitig. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft stehen wir für den langfristigen Erhalt unserer implantatversorgten Patienten ein. Epidemiologische Studien zeigen, dass Periimplantitis bei bis zu 20 Prozent aller Implantatträger nach mehr als zehn Jahren Tragedauer auftritt, was die Bedeutung einer strukturierten Langzeitnachsorge unterstreicht.
Wir sind Zahnärzte in Hamburg-Wandsbek und helfen Ihnen gerne weiter.
Ursachen und Risikofaktoren der Periimplantitis
Wie bei der Parodontitis ist auch bei der Periimplantitis ein bakterieller Biofilm auf der Implantatoberfläche die primäre Ursache. Dieselben parodontopathogenen Keime wie Porphyromonas gingivalis und Fusobacterium nucleatum, die Parodontitis verursachen, finden sich auch bei Periimplantitis. Die bedeutendsten Risikofaktoren sind eine Vorgeschichte von Parodontitis (erhöht das Periimplantitisrisiko drei- bis fünffach), mangelnde Mundhygiene und fehlende Implantatnachsorge, Rauchen (beeinträchtigt die Immunreaktion und Wundheilung), unkontrollierter Diabetes mellitus sowie eine genetische Prädisposition für Entzündungsreaktionen. Weitere implantatchirurgische Faktoren erhöhen das Risiko: Zementreste subgingival nach dem Einsetzen von Kronenaufbauten sind ein bekannter Auslöser periimplantärer Entzündungen und müssen beim Einsetzen sorgfältig entfernt werden. Eine unzureichende attached Gingiva (befestigtes Zahnfleisch) um das Implantat verringert die natürliche Schutzbarriere gegen Bakterien. Unser Prophylaxe mit System-Konzept schließt die systematische Risikoevaluation für alle Implantatpatienten ein.
Diagnose der Periimplantitis
Die Diagnose der Periimplantitis basiert auf dem klinischen Befund und der Röntgendiagnostik. Klinisch werden Sondierungstiefen an sechs Messpunkten pro Implantat gemessen – Werte über vier bis fünf Millimetern in Kombination mit Blutung oder Eiteraustritt sind wegweisend. Da das periimplantäre Gewebe strukturell anders aufgebaut ist als das parodontale Gewebe am natürlichen Zahn (keine Sharpey-Fasern), dringt die Sonde am Implantat weiter ein; ein Referenzwert aus der Implantation ist daher für die Verlaufskontrolle unverzichtbar. Zur Schonung der Implantatoberfläche werden ausschließlich Kunststoffsonden verwendet. Röntgenologisch zeigt Periimplantitis einen trichterförmigen Knochenabbau rund um den Implantathals, der im Vergleich zum Aufnahmedatum nach der Implantation beurteilt wird. Fortgeschrittene digitale Röntgensysteme ermöglichen es, kleinste Knochenveränderungen am Implantat frühzeitig zu erkennen und im Verlauf zu vergleichen, sodass eine Periimplantitis bereits im frühen Stadium diagnostiziert und behandelt werden kann, bevor es zu einem klinisch relevanten Knochenverlust kommt. Unser Wiki-Beitrag zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung erläutert, wie wir Implantate systematisch kontrollieren.
Behandlung der Periimplantitis
Die Behandlung der Periimplantitis gestaltet sich schwieriger als die Parodontitistherapie, weil die strukturierte Oberfläche von Implantaten (SLA, SLActive, oxidiertes Titan) eine vollständige Dekontamination erheblich erschwert. Die nicht-chirurgische Behandlung umfasst die mechanische Reinigung der Implantatoberfläche mit Kunststoff- oder Karbonfaserkürettetten, Luft-Pulver-Wasserstrahlgeräten (Glycin-Pulver) und in manchen Fällen dem Einsatz von Laserenergie (Er:YAG-Laser), die die Implantatoberfläche schonend dekontaminiert. Antiseptika wie Chlorhexidin können ergänzend lokal eingesetzt werden. Bei fehlgeschlagenem nicht-chirurgischen Ansatz ist eine chirurgische Intervention notwendig: Nach Lappenbildung wird die Implantatoberfläche unter direkter Sicht gereinigt; in Abhängigkeit von der Defektmorphologie können Knochenersatzmaterialien und Membranen für eine regenerative Auffüllung des Knochendefekts eingesetzt werden. Studien zeigen, dass regenerative peri-implantäre Chirurgie bei dreiwandigen trichterförmigen Defekten signifikante Knochengewinne erzielen kann. In Fällen, in denen eine vollständige Dekontamination der Implantatoberfläche nicht gelingt oder der Knochenabbau zu weit fortgeschritten ist, muss das Implantat explantiert und nach einer Heilungsphase ggf. neu gesetzt werden. Bei der Wahl des Behandlungsansatzes spielen das Ausmaß des Knochenverlustes, die Implantatgeometrie und das Patientenverhalten eine entscheidende Rolle; ein klares Stufenschema von nicht-chirurgisch zu chirurgisch-resektiv zu chirurgisch-regenerativ hilft, die Therapie sinnvoll zu eskalieren. Unsere Leistungsseite zur Parodontologie erläutert, wie die parodontologische Expertise die Periimplantitisbehandlung unterstützt.
Prävention der Periimplantitis
Die beste Periimplantitisbehandlung ist ihre Prävention. Regelmäßige professionelle Implantatnachsorge alle drei bis sechs Monate ist der wirksamste Schutz gegen Periimplantitis, weil sie Biofilm und Zahnstein entfernt, bevor sie eine Entzündung auslösen können, und weil beginnende Mukositis im Frühstadium behandelt werden kann, bevor Knochen verloren geht. Präventive Nachsorgetermine sind dabei nicht nur für die Mundgesundheit relevant, sondern werden von Implantatherstellern und der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) als fester Bestandteil des Versorgungskonzepts nach der Implantation empfohlen. Die häusliche Reinigung von Implantaten erfordert besondere Sorgfalt: Interdentalbürstchen in der richtigen Größe, Wasserflossen (Oral Irrigatoren) und spezielle Implantatflossen sind unverzichtbar, weil die Verbindung zwischen Implantat-Abutment und Zahnfleisch weniger dicht versiegelt ist als die natürliche Gingiva am natürlichen Zahn. Bereits vor der Implantation sollte eine aktive Parodontitis vollständig ausgeheilt sein, weil Patienten mit einer Parodontitisanamnese ein signifikant erhöhtes Periimplantitisrisiko tragen. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen nach der Implantation sind Pflicht. Unser Wiki-Beitrag zur richtigen Mundhygiene zu Hause gibt spezifische Hinweise zur Implantatpflege. Unsere Leistungsseite zu Zahnimplantaten informiert über Präventionskonzepte nach der Implantation.
- Periimplantitis vs. Mukositis: Mukositis ist reversibel, Periimplantitis mit Knochenabbau ist irreversibel
- Parodontitisanamnese erhöht Periimplantitisrisiko drei- bis fünffach – präimplantäre Sanierung unverzichtbar
- Er:YAG-Laser schonend für Implantatoberfläche – effektive Dekontamination ohne mechanische Beschädigung
- Nachsorge alle 3–6 Monate nach Implantation entscheidend – Prävention ist erfolgreicher als Behandlung
Fazit: Periimplantitis bei Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek
Periimplantitis ist eine ernste Komplikation, die ohne konsequente Nachsorge jeden Patienten mit Zahnimplantat treffen kann. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek nehmen wir die Periimplantitisprophylaxe und -behandlung genauso ernst wie die Parodontitistherapie, denn wir wissen: Der langfristige Implantaterfolg hängt von der konsequenten Nachsorge ab. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft stehen wir dafür, dass jedes Implantat, das wir setzen, auch dauerhaft gesund bleibt. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in unserer Zahnarztpraxis in Hamburg-Wandsbek und lassen Sie Ihre Implantate professionell kontrollieren.

