Die Parodontitis-Behandlung ist ein mehrstufiges, evidenzbasiertes Therapieprogramm, das darauf abzielt, die bakteriell ausgelöste Entzündung des Zahnhalteapparates zu beseitigen, weiteren Knochen- und Gewebeverlust zu stoppen und die Zähne langfristig zu erhalten. Parodontitis kann ohne professionelle Behandlung nicht ausheilen, weil die Bakterien im tiefen Biofilm unterhalb des Zahnfleischsaums weder durch Zähneputzen noch durch Mundspülungen erreichbar sind. Die Behandlung folgt in Deutschland den S3-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG Paro), die vier aufeinander aufbauende Behandlungsschritte definieren: Mundhygieneinstruktion, subgingivales Debridement, chirurgische Intervention bei Therapieversagern und lebenslange unterstützende Parodontitistherapie. Der Erfolg der Parodontitis-Behandlung hängt maßgeblich von der Mitarbeit des Patienten ab: Eine hervorragende häusliche Mundhygiene ist unverzichtbare Voraussetzung für jeden dauerhaften Behandlungserfolg. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek bieten wir eine vollständige Parodontitis-Behandlung nach aktuellen Leitlinien an und begleiten unsere Patientinnen und Patienten auf dem gesamten Weg von der Erstdiagnose bis zur Langzeitbetreuung. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft nehmen wir uns die Zeit, die eine gründliche Parodontitis-Behandlung erfordert.
Wir sind Zahnärzte in Hamburg-Wandsbek und helfen Ihnen gerne weiter.
Step 1: Risikominimierung und Mundhygieneinstruktion
Der erste Behandlungsschritt der Parodontitis-Behandlung bildet die Grundlage für alle nachfolgenden Maßnahmen. Ohne gute häusliche Mundhygiene kann kein professioneller Eingriff dauerhaften Erfolg haben, weil sich Plaque innerhalb von 24 Stunden auf sauberen Flächen neu aufbaut. Zur Mundhygieneinstruktion gehören die Demonstration der modifizierten Bass-Technik zum Zähneputzen, die Anleitung zur korrekten Verwendung von Zahnseide und Interdentalbürstchen in der für den Patienten richtigen Größe sowie Empfehlungen zu geeigneten Hilfsmitteln wie antibakteriellen Mundspülungen oder Zungenreinigern. Gleichzeitig werden modifizierbare Risikofaktoren gezielt angegangen: Raucherinnen und Raucher werden zur Tabakentwöhnung motiviert (Rauchen erhöht das Parodontitisrisiko bis zu sechsfach und hemmt die Wundheilung); Patienten mit schlecht eingestelltem Diabetes werden zur Optimierung der Blutzuckereinstellung beraten. Auch störende lokale Faktoren wie überstehende Füllungsränder, kariöse Kavitäten oder schlecht sitzende Prothesen, die die Plaqueakkumulation fördern, werden in diesem Schritt beseitigt. Unser Prophylaxe mit System-Konzept bildet die Basis für eine nachhaltige parodontale Prophylaxe.
Step 2: Subgingivales Debridement
Das subgingivale Debridement ist der Kernschritt der nicht-chirurgischen Parodontitis-Behandlung. Die Zahnwurzeln werden unterhalb des Zahnfleischsaums systematisch von Biofilm, Zahnstein und belastetem Wurzelzement befreit – ein Vorgang, der früher als Scaling und Root Planing bezeichnet wurde. Für jede Mundhöhle werden mehrere Sitzungen unter Lokalanästhesie eingeplant, typischerweise ein bis zwei Sextanten pro Termin. Verwendet werden feinste Gracey-Küretten mit spezifischen Geometrien für unterschiedliche Zahnflächen sowie Ultraschallscaler, deren kavitationserzeugte Spülwirkung auch in tiefen Taschen den Biofilm destabilisiert. Neuere Studien belegen, dass Ultraschallinstrumente bei Taschen über sechs Millimetern vergleichbare oder sogar bessere Ergebnisse als reine Handinstrumentierung erzielen. Bei Nachweis von Aggregatibacter actinomycetemcomitans oder generalisierten Taschen über sechs Millimetern kann ergänzend eine systemische Antibiotikagabe (Amoxicillin plus Metronidazol) sinnvoll sein. Nach Abschluss des Debridements beginnt eine Heilungsphase von acht bis zwölf Wochen, in der Zahnfleisch und Knochen auf die Reinigung reagieren. Unser Wiki-Beitrag zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung erklärt, wie wir nach dem Debridement den Heilungsfortschritt kontrollieren.
Reevaluation und chirurgische Schritte
Nach der Heilungsphase folgt die Reevaluation: Alle Taschen werden erneut sondiert, der Blutungsindex dokumentiert und die Mundhygiene bewertet. Taschen von fünf Millimetern und mehr mit Blutung auf Sondierung gelten als Therapieversager, die eine chirurgische Intervention erfordern (Step 3). Resektive parodontalchirurgische Verfahren reduzieren die Taschen durch Gewebeentfernung und Knochenkonturierung; regenerative Verfahren mit Schmelzmatrixproteinen oder gesteuerten Geweberegenerationsbarrieren (GTR) können verlorenen Knochen und Bindegewebe wiederherstellen. Taschen unter vier Millimetern ohne Blutung werden als erfolgreich behandelt bewertet. Unsere Leistungsseite zur Parodontologie erläutert alle Phasen der Behandlung ausführlich.
Step 4: Unterstützende Parodontitistherapie
Die unterstützende Parodontitistherapie (UPT) ist der vierte und dauerhafteste Schritt der Parodontitis-Behandlung. Nach abgeschlossener aktiver Therapie kommen Patienten je nach Risikoprofil alle drei bis zwölf Monate zur Nachsorge. Bei jedem UPT-Termin werden Plaque und Zahnstein supra- und subgingival entfernt, Sondierungstiefen und Blutungsindex erneut erfasst und die häusliche Mundhygiene besprochen. Patienten mit hohem Rückfallrisiko (starke Entzündungsneigung in der Vergangenheit, Raucher, Diabetiker) erhalten engmaschigere Intervalle. Studien belegen eindeutig, dass Patienten in regelmäßiger UPT ihren Zahnbestand langfristig signifikant besser erhalten als Patienten ohne Nachsorge. Die UPT ist damit keine optionale Zusatzleistung, sondern integraler Bestandteil der Therapie, deren Unterlassung das Risiko eines Rezidivs drastisch erhöht. Unser Wiki-Beitrag zur richtigen Mundhygiene zu Hause hilft, zwischen den UPT-Terminen optimale häusliche Bedingungen zu schaffen. Für Patienten, die durch Parodontitis Zähne verloren haben, bieten unsere Seiten zu Zahnimplantaten und professioneller Zahnreinigung weiterführende Informationen.
Kosten der Parodontitis-Behandlung
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seit 2021 die Kosten für die systematische Parodontitistherapie (PAR-Behandlung) nach den neuen Abrechnungsrichtlinien, sofern bestimmte Befundvoraussetzungen erfüllt sind und der Patient an der häuslichen Mundhygieneinstruktion teilnimmt. Die UPT (unterstützende Parodontitistherapie) wird für zwei Jahre nach abgeschlossener Behandlung kassenärztlich erstattet. Für chirurgische Maßnahmen und regenerative Verfahren können individuelle Eigenanteile anfallen, über die wir Sie ausführlich und transparent beraten. Privatpatienten und Selbstzahler erhalten eine vollständige Kostenaufstellung vor Behandlungsbeginn. Mit dem Abrechnungsreformgesetz 2021 wurden zudem die Parodontitis-Risikogruppen (Stadium I bis IV, Grad A bis C) offiziell in die kassenärztliche Vergütung integriert, was einen wichtigen Schritt hin zu einer systematischen, leitliniengerechten Versorgung aller Versicherten darstellt und die Bedeutung einer frühen Diagnose für die langfristige Kosteneffizienz unterstreicht. Wir legen Wert auf transparente Kommunikation und erläutern Ihnen alle Kosten vor dem ersten Eingriff.
- Step 1: Mundhygieneinstruktion und Risikominimierung – unverzichtbare Basis für jeden dauerhaften Behandlungserfolg
- Step 2: Subgingivales Debridement unter Lokalanästhesie – Kernschritt der nicht-chirurgischen Behandlung
- Reevaluation nach 8–12 Wochen – entscheidet über Notwendigkeit chirurgischer Maßnahmen
- UPT alle 3–12 Monate für mindestens zwei Jahre – ohne Nachsorge steigt das Rückfallrisiko deutlich
Fazit: Parodontitis-Behandlung bei Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek
Eine konsequente Parodontitis-Behandlung ist die wirksamste Maßnahme, um Zähne dauerhaft zu erhalten und die Mundgesundheit zu schützen. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek folgen wir bei jeder Parodontitis-Behandlung den aktuellen S3-Leitlinien und begleiten unsere Patientinnen und Patienten von der Erstdiagnose über die Therapie bis zur lebenslangen Nachsorge. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft freuen wir uns über jeden Patienten, der den ersten Schritt zu gesundem Zahnfleisch macht. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in unserer Zahnarztpraxis in Hamburg-Wandsbek und starten Sie noch heute in eine parodontal gesunde Zukunft.

