Lokalanästhetika sind Wirkstoffe, die durch reversible Blockade der Natriumkanäle in Nervenfasern die Schmerzweiterleitung zeitlich begrenzt unterbrechen und so eine schmerzfreie zahnärztliche Behandlung ermöglichen. Sie sind das wichtigste Instrument zur Schmerzausschaltung in der modernen Zahnmedizin und werden bei nahezu jeder invasiven Behandlung – von der Füllung über die Extraktion bis zur Implantatinsertion – routinemäßig eingesetzt. Die gebräuchlichsten Lokalanästhetika in der Zahnmedizin sind Articain (der mit Abstand am häufigsten verwendete Wirkstoff in Deutschland), Lidocain, Mepivacain und Prilocain. Articain zeichnet sich durch seinen hohen Lipophiliegrad aus, der eine gute Penetration durch Knochen und Gewebe ermöglicht und es besonders für die Infiltrationsanästhesie im Unterkiefer geeignet macht – einem Bereich, in dem andere Lokalanästhetika häufig versagen. Die meisten zahnärztlichen Lokalanästhetika werden mit einem Vasokonstriktor, meist Adrenalin (Epinephrin), kombiniert, der die Gefäße verengt, die Resorption des Lokalanästhetikums verlangsamt und damit die Wirkdauer verlängert sowie die Blutungsneigung am Behandlungsgebiet reduziert. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek verwenden wir ausschließlich bewährte, gut verträgliche Lokalanästhetika und verabreichen sie mit besonderer Sorgfalt und Einfühlungsvermögen, damit die Behandlung für unsere Patientinnen und Patienten so angenehm wie möglich verläuft. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft nehmen wir Zahnarztangst ernst und setzen alles daran, sie durch eine schmerzfreie Erfahrung zu reduzieren.
Wir sind Zahnärzte in Hamburg-Wandsbek und helfen Ihnen gerne weiter.
Wie Lokalanästhetika wirken
Lokalanästhetika entfalten ihre Wirkung, indem sie als membranstabilisierende Mittel die spannungsabhängigen Natriumkanäle in der Axonmembran peripherer Nervenfasern reversibel blockieren. Ohne den einströmenden Natriumstrom kann kein Aktionspotenzial gebildet werden – die Nervenfaser kann keinen Schmerzimpuls mehr weiterleiten. Die Blockade ist reversibel: Sobald der Wirkstoff vom Gewebe resorbiert und metabolisiert wird, kehrt die normale Nervenfunktion vollständig zurück. Die Anschlagszeit hängt von der Konzentration des Wirkstoffs, dem pH-Wert des Gewebes und der Technik der Injektion ab. Entzündetes Gewebe hat einen niedrigeren pH-Wert, was die Wirksamkeit von Lokalanästhetika verringert – bei akuten Infektionen ist daher die Anästhesietiefe oft unzureichend. In solchen Fällen sind erweiterte Techniken wie die intraligamentäre Injektion oder die intraossäre Anästhesie hilfreich. Unser Prophylaxe mit System-Konzept zielt darauf ab, Zähne gesund zu erhalten und so die Notwendigkeit von Lokalanästhesie bei akuten Entzündungen zu minimieren.
Anästhesietechniken in der Zahnmedizin
Je nach Behandlungsgebiet und Indikation kommen in der Zahnmedizin verschiedene Anästhesietechniken zum Einsatz. Die Infiltrationsanästhesie injiziert das Lokalanästhetikum direkt in das Periost nahe des zu behandelnden Zahnes und wirkt lokal begrenzt; sie ist besonders im Oberkiefer wegen der dünnen, porösen Knochenstruktur gut wirksam. Die Leitungsanästhesie (Nervenblockade) schaltet einen gesamten Nervenstrang aus: Die Mandibularis-Leitungsanästhesie betäubt den gesamten Unterkieferseitenbereich einer Seite und den Zungenbereich mit einer einzigen Injektion. Die intraligamentäre Anästhesie (PDL-Anästhesie) injiziert unter hohem Druck direkt in den Parodontalspalt und wirkt gezielt an einem einzelnen Zahn ohne allgemeine Taubheit der Lippe. Die computerkontrollierte Anästhesie (z. B. STA-Gerät) reduziert den Injektionsschmerz durch sehr langsame, druckgesteuerte Abgabe des Lokalanästhetikums auf ein Minimum. Informationen zur Zahnbehandlung ohne Angst finden Sie in unserem Wiki-Beitrag zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung.
Verträglichkeit und Nebenwirkungen
Moderne zahnärztliche Lokalanästhetika sind bei korrekter Anwendung sehr gut verträglich; schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten. Die häufigste unerwünschte Reaktion ist eine vasovagale Synkope (Ohnmacht) durch Stress oder Angst – nicht durch das Medikament selbst. Echte allergische Reaktionen auf Lokalanästhetika vom Amidtyp (Articain, Lidocain) sind äußerst selten; die meisten Reaktionen sind auf den Vasokonstriktor Adrenalin zurückzuführen, der Herzrasen, Zittern und ein Wärmegefühl verursachen kann. Patienten, die diese Empfindungen kennen und besorgt sind, können darüber beruhigt werden, dass diese Symptome harmlos und kurzlebig sind und auf die Adrenalinwirkung zurückzuführen sind, nicht auf eine allergische Reaktion. In solchen Fällen kann auf eine niedrigere Adrenalinkonzentration (1:200.000 statt 1:100.000) ausgewichen werden, um die Kreislaufsymptome zu minimieren ohne die Wirkdauer der Anästhesie wesentlich zu verkürzen. Für Patienten mit schweren Herzrhythmusstörungen oder unter MAO-Hemmern stehen adrenalinfreie Lokalanästhetika zur Verfügung. Bei Schwangeren ist Articain als gut verträglich eingestuft und kann eingesetzt werden, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist. Wir erfragen bei jedem Patienten die aktuelle Medikation und Vorerkrankungen, um das am besten geeignete Präparat auszuwählen. Unsere Leistungsseite zu schönen Zähnen bei Quarree Dental zeigt, wie wir ästhetische Behandlungen so komfortabel wie möglich gestalten.
Lokalanästhesie bei Kindern
Bei Kindern ist eine zuverlässige Lokalanästhesie besonders wichtig, da negative Schmerzerlebnisse beim Zahnarzt nachhaltig zur Entstehung von Zahnarztangst beitragen. Articain hat sich als besonders gut geeignet für die Kinderanästhesie bewährt, da es auch bei Infiltration im dichten Unterkieferknochen zuverlässig wirkt. Eine Oberflächenanästhesie mit einem Gel oder Spray vor der eigentlichen Injektion betäubt die Schleimhaut und macht den Einstich nahezu schmerzfrei. Das langsame Einführen der Kanüle und die sehr langsame Injektion des Lokalanästhetikums unter Ablenkung des Kindes durch Gespräch oder Bildschirme reduzieren die wahrgenommene Belastung erheblich. In unserer Praxis nehmen wir uns für die Vorbereitung und Durchführung der Anästhesie bei Kindern besonders viel Zeit. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen halten Kinder kariesfrei und reduzieren die Notwendigkeit invasiver Eingriffe. Unser Wiki-Beitrag zur richtigen Mundhygiene zu Hause gibt Eltern praktische Tipps. Unsere Leistungsseite zur Parodontologie zeigt, wie wir auch bei aufwendigeren parodontalen Eingriffen für ausreichende Schmerzfreiheit sorgen.
- Articain ist das meistverwendete Lokalanästhetikum in der deutschen Zahnmedizin – wirksam, schnell und gut verträglich
- Entzündetes Gewebe reduziert die Anästhesietiefe – alternative Techniken wie intraligamentäre Injektion helfen
- Echte Allergien auf Amidanästhetika sind sehr selten – häufiger sind Reaktionen auf den Vasokonstriktor Adrenalin
- Oberflächenanästhesie vor der Injektion macht den Einstich nahezu schmerzfrei – besonders wichtig für Kinder
Fazit: Lokalanästhesie bei Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek
Eine zuverlässige, schonende Lokalanästhesie ist die Grundlage jeder angenehmen Zahnarztbehandlung. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek legen wir größten Wert auf eine sorgfältige Anästhesievorbereitung, die richtige Wahl des Präparats und eine langsame, einfühlsame Injektionstechnik, damit alle unsere Patientinnen und Patienten die Behandlung so entspannt wie möglich erleben. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft freuen wir uns, wenn auch Patienten mit Zahnarztangst nach der Behandlung sagen, dass es überhaupt nicht so schlimm war. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in unserer Zahnarztpraxis in Hamburg-Wandsbek und lassen Sie sich von unserer einfühlsamen Behandlung überzeugen.

