Hypersensibilität der Zähne – auch als Dentinhypersensibilität bezeichnet – ist ein kurzer, scharfer Schmerz, der durch thermische, taktile, osmotische oder chemische Reize an freigelegtem Dentin ausgelöst wird und nicht auf eine kariöse Läsion oder einen anderen pathologischen Befund zurückzuführen ist. Es handelt sich um eine der häufigsten Beschwerden in der zahnärztlichen Praxis: Schätzungsweise jeder dritte bis vierte Erwachsene leidet gelegentlich oder regelmäßig unter schmerzhafter Zahnempfindlichkeit. Das klinische Bild ist typisch: Kalte Getränke, Süßes, Säurehaltiges oder der Luftstoß beim Zähneputzen lösen einen stechenden Schmerz aus, der mit dem Ende des Reizes sofort aufhört. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek behandeln wir Dentinhypersensibilität zielgerichtet und dauerhaft, sodass das Essen, Trinken und Zähneputzen wieder ohne Schmerzen möglich ist. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft nehmen wir jeden Hinweis auf schmerzhafte Empfindlichkeit ernst.
Wir sind Zahnärzte in Hamburg-Wandsbek und helfen Ihnen gerne weiter.
Ursachen der Dentinhypersensibilität
Dentinhypersensibilität entsteht, wenn der Zahnschmelz oder die Wurzelzementschicht abgetragen wird und das darunter liegende Dentin freigelegt wird. Dentin ist mit Tausenden winziger Kanälchen (Dentintubuli) durchzogen, die von der Oberfläche bis zur Pulpa verlaufen. Nach der hydrodynamischen Theorie von Brännström führen äußere Reize (Kälte, Wärme, Druck) zu Flüssigkeitsbewegungen in diesen Tubuli, die Schmerzrezeptoren in der Pulpa aktivieren und den charakteristischen Schmerz auslösen. Häufige Ursachen der Freilegung sind: Zahnfleischrückgang (Gingivarezession) durch aggressive Putztechnik, Parodontitis oder anatomische Faktoren; Erosion des Zahnschmelzes durch saure Speisen, Getränke oder Sodbrennen (gastroösophagealer Reflux); Abrasion durch Zähneknirschen (Bruxismus); übermäßiges Abrasionsputzen mit hartem Borstenbesatz. Unser Prophylaxe mit System-Konzept beinhaltet die systematische Diagnostik von Erosionen und Rezessionen, um deren weitere Progression frühzeitig zu stoppen.
Diagnose und Differenzierung
Die Diagnose der Dentinhypersensibilität wird klinisch gestellt: Ein Luftstoß mit der Druckluftspritze oder Kaltreiz mit einem Eisstäbchen löst den typischen kurzen, scharfen Schmerz aus, der sofort nach Reizentzug sistiert. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Schmerzursachen: Eine Pulpitis (Pulpaentzündung) verursacht anhaltende Schmerzen, die nach dem Reiz noch lange fortbestehen; ein Riss im Zahn äußert sich oft durch stechenden Schmerz beim Loslassen; eine Fraktur ist auf dem Röntgenbild oder durch klinische Tests erkennbar. Bei der Hypersensibilität ist die Vitalität der Pulpa erhalten, das Röntgenbild unauffällig und der Schmerz auf den Moment des Reizes beschränkt. In unserer Praxis führen wir eine gründliche Differenzialdiagnose durch, damit kein ernsthafter Befund als „normale Empfindlichkeit“ abgetan wird. Informationen zur systematischen Zahnuntersuchung finden Sie in unserem Wiki-Beitrag zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung.
Behandlungsmöglichkeiten bei Dentinhypersensibilität
Die Therapie der Dentinhypersensibilität zielt darauf ab, die offenen Dentintubuli zu verschließen oder die Erregbarkeit der Pulpafasern zu reduzieren. Zu den häuslichen Maßnahmen zählen spezielle Desensitivierungszahnpasten, die Wirkstoffe wie Kaliumnitrat (zur Nervenblockade), Zinnfluorid oder Arginin-Kalziumkarbonat enthalten. Bei regelmäßiger Anwendung bauen sich diese Substanzen in die Dentinoberfläche ein und reduzieren die Flüssigkeitsbewegung in den Tubuli. In der Zahnarztpraxis stehen wirksamere Maßnahmen zur Verfügung: Fluoridlacke und -gele in hoher Konzentration fördern die Remineralisierung und den Tubuliverschluss; Dentinbonder und Adhäsivsysteme versiegeln die Tubuli mechanisch; bei ausgeprägtem Zahnfleischrückgang kann eine chirurgische Deckung der freiliegenden Wurzeloberfläche (bindegewebiges Transplantat) sinnvoll sein. Bei schweren Fällen, in denen alle konservativen Maßnahmen versagen, kann eine direkte Überkappung oder eine endodontische Behandlung erwogen werden. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen in Kombination mit professioneller Fluoridierung helfen, die Empfindlichkeit langfristig zu kontrollieren.
Zahnfleischrückgang als häufigste Ursache
Der Zahnfleischrückgang (Gingivarezession) ist eine der häufigsten Ursachen für Dentinhypersensibilität, da er die empfindliche Wurzeloberfläche freilegt, die im Gegensatz zur Zahnkrone nur mit einer dünnen Zementschicht statt mit hartem Schmelz überzogen ist. Ursachen für Gingivarezessionen sind neben Parodontitis auch eine zu harte oder falsche Putztechnik (horizontales Schrubben), dünnes Zahnfleisch mit geringem Keratinisierungsgrad sowie fehlende Befestigung des Zahnfleisches am Alveolarknochen. Eine chirurgische Deckung – zum Beispiel durch ein bindegewebiges Tunneltransplantat oder einen Verschiebelappen – kann nicht nur die Sensibilität beseitigen, sondern auch das Fortschreiten des Gewebeverlusts stoppen und das ästhetische Erscheinungsbild verbessern. In unserer Praxis in Hamburg-Wandsbek bewerten wir Rezessionen systematisch und empfehlen eine Intervention, wenn die Progression oder die ästhetische Beeinträchtigung klinisch relevant ist. Unsere Leistungsseite zur Parodontologie gibt einen Überblick über alle parodontalchirurgischen Maßnahmen, die wir anbieten.
Ernährung und Säureerosion bei Hypersensibilität
Neben mechanischen Ursachen spielt die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Verschlimmerung von Dentinhypersensibilität. Besonders häufig unterschätzt wird dabei die Wirkung von Erfrischungsgetränken und Sportdrinks: Selbst scheinbar gesunde Varianten wie Apfelsaftschorle oder Kokoswasser haben einen pH-Wert, der deutlich unter dem kritischen Wert von 5,5 liegt und damit Zahnschmelz langfristig angreift. Saure Nahrungsmittel und Getränke – darunter Zitrusfrüchte, Apfelessig, Limonaden und Energiedrinks – lösen Zahnschmelz und Dentin auf und verschlimmern die Empfindlichkeit. Gastroösophagealer Reflux oder Bulimie führen zu wiederholtem Kontakt der Zahnoberflächen mit Magensäure und können schwere erosive Schäden verursachen. Empfehlenswert ist, nach dem Konsum saurer Speisen und Getränke mindestens 30 Minuten mit dem Zähneputzen zu warten, da der Schmelz durch die Säure vorübergehend erweicht ist und mechanisch besonders leicht abgerieben wird. Alkalisierendes Spülen mit Wasser oder Natriumbikarbonat-Lösung nach dem Genuss saurer Speisen kann den pH in der Mundhöhle schnell wieder anheben. Unser Wiki-Beitrag zur richtigen Mundhygiene zu Hause enthält konkrete Empfehlungen zum säureschonenden Essverhalten.
- Dentinhypersensibilität entsteht durch freigelegtes Dentin – häufigste Ursachen sind Erosion, Zahnfleischrückgang und Bruxismus
- Desensitivierungszahnpasten mit Kaliumnitrat oder Zinnfluorid helfen dauerhaft bei regelmäßiger Anwendung
- Professionelle Fluoridierung und Dentinversiegelung beim Zahnarzt sind wirksamer als häusliche Maßnahmen allein
- Fortschreitender Zahnfleischrückgang sollte chirurgisch gedeckt werden, um dauerhaften Schutz zu erreichen
Fazit: Hypersensibilität behandeln bei Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek
Dentinhypersensibilität ist ein häufiges, aber gut behandelbares Problem, das das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen kann. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek diagnostizieren wir die Ursache gezielt, empfehlen die richtigen häuslichen Maßnahmen und führen professionelle Desensitivierungsbehandlungen durch, damit Sie ohne Schmerzen essen, trinken und putzen können. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft freuen wir uns, wenn gezielte Behandlung und verbesserte Mundhygiene dazu beitragen, dass unsere Patientinnen und Patienten wieder unbeschwert genießen können. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in unserer Zahnarztpraxis in Hamburg-Wandsbek und lassen Sie Ihre Zahnempfindlichkeit professionell behandeln.

