Zahnérosion bezeichnet den chemisch bedingten, nicht durch Bakterien verursachten Substanzverlust von Zahnhartgewebe (Schmelz und Dentin), der durch Säureeinwirkung entsteht. Im Unterschied zu Karies, die durch bakterielle Säureproduktion verursacht wird, sind bei der Erosion die Säuren direkt aus exogenen Quellen (Nahrung, Getränke) oder endogenen Quellen (Magensäure bei Sodbrennen oder Bulimie) verantwortlich. Besonders gefährdet sind die Schneidekanten der Frontzähne, die Kauflächen der Molaren und die Innenflächen der oberen Frontzähne bei Patienten mit Reflux oder Bulimie. Erosionen sind meist schmerzlos in frühen Stadien, führen aber im Verlauf zu einer Verkürzung der Zähne, erhöhter Empfindlichkeit und einem charakteristisch matten, glatten Aussehen des Schmelzes. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek diagnostizieren und behandeln wir Zahnérosionen systematisch und helfen unseren Patientinnen und Patienten, die Ursachen zu identifizieren und zukünftige Schäden zu vermeiden. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft ist uns die langfristige Erhaltung der Zahnsubstanz ein zentrales Anliegen.
Wir sind Zahnärzte in Hamburg-Wandsbek und helfen Ihnen gerne weiter.
Ursachen von Zahnérosionen
Die häufigsten exogenen Ursachen für Zahnérosionen sind saure Getränke wie Fruchtsäfte, Softdrinks (auch zuckerfreie!), Energydrinks, Sportgetränke und Wein sowie säurereiche Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Essig und Joghurt. Besonders problematisch ist das häufige und langsame Konsumieren saurer Getränke, da die Säure länger mit dem Schmelz in Kontakt bleibt. Endogene Erosionen entstehen durch Magensäure, die bei gastroösophagealem Reflux (GERD), Sodbrennen oder Erbrechen (bei Bulimia nervosa oder in der Schwangerschaft) in den Mund gelangt. Diese endogenen Erosionen haben ein charakteristisches Muster: Die Gaumenflächen der Oberkieferzähne sind bevorzugt betroffen. Weitere Risikofaktoren sind Mundtrockenheit (Xerostomie), weil Speichel durch seinen Puffergehalt Säuren neutralisiert, sowie bestimmte Medikamente, die den pH-Wert des Speichels senken. Unser Prophylaxe mit System-Konzept beinhaltet die systematische Erosionsdiagnostik im Recall-Termin.
Diagnose und Klassifikation von Erosionen
Die Diagnose von Zahnérosionen erfolgt klinisch durch Inspektion der Zahnoberflächen und die Befragung der Patientin oder des Patienten zu Ernährungsgewohnheiten und Gesundheitszustand. Erosionen zeigen ein glänzendes, mattes oder glattgeschliffenes Erscheinungsbild der Zahnoberfläche, das sich vom normalen Schmelzrelief unterscheidet. Zur Klassifikation und Verlaufsdokumentation von Erosionen wird der BEWE-Score (Basic Erosive Wear Examination) eingesetzt, der den Schweregrad der Erosion auf einer Skala von 0 bis 3 bewertet. Fotografische Dokumentation in regelmäßigen Abständen ermöglicht es, das Fortschreiten der Erosion objektiv zu beurteilen. Bei Verdacht auf endogene Ursachen sollte die Patientin oder der Patient an einen Gastroenterologen oder ggf. eine psychiatrische Einrichtung überwiesen werden, um die Grundursache zu behandeln. Informationen zur Vorsorgeuntersuchung und Erosionsdiagnostik finden Sie in unserem Wiki-Beitrag zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung.
Behandlung und Versorgung von Erosionsschäden
Die Behandlung von Zahnérosionen richtet sich nach dem Ausmaß des Substanzverlusts. Im frühen Stadium steht die Ursachenbeseitigung im Vordergrund: Ernährungsberatung zur Reduktion saurer Speisen und Getränke, Behandlung von Refluxerkrankungen, Verbesserung der Mundhygiene und Fluoridierungsmaßnahmen zur Stärkung der verbleibenden Schmelzsubstanz. Bei fortgeschrittenen Erosionen, die die Kaufunktion oder Ästhetik beeinträchtigen, sind restaurative Maßnahmen notwendig. Direkte Kompositrestaurationen können Schmelz aufbauen und Form sowie Funktion wiederherstellen, ohne großen Substanzabtrag. Bei sehr ausgedehnten Erosionen, die das gesamte Gebiss betreffen, werden Voll-Mund-Rehabilitationskonzepte geplant, bei denen alle Zähne systematisch restauriert und die vertikale Kieferdimension wiederhergestellt wird. Diese umfassende Rehabilitation erfordert eine sorgfältige Planung mit Wachsmodellen, provisorischen Versorgungen und schrittweiser definitiver Eingliederung, damit sich die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk an die neue Bisshöhe gewöhnen können. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen mit Fluoridlackanwendung sind ein wesentlicher Bestandteil der Erosionstherapie.
Erosion und Überempfindlichkeit
Ein häufiges Begleitsymptom von Zahnérosionen ist die Dentinüberempfindlichkeit: Wenn der Schmelz abgetragen ist und das Dentin freiliegt, reagieren betroffene Zähne empfindlich auf Kälte, Wärme, Süßes und Säure. Dies tritt besonders bei fortgeschrittenen Erosionen auf, wenn die Dentintubuli durch den Schmelzverlust freigelegt werden. Zur Behandlung dieser Überempfindlichkeit können desensibilisierende Zahnpasten, professionelle Fluoridierungen, Bondingunterlagen oder Kompositversiegelungen der freiliegenden Dentinflächen eingesetzt werden. Es ist wichtig, die Ursache der Erosion zu beseitigen, bevor die Überempfindlichkeit behandelt wird – andernfalls schreitet der Substanzverlust weiter fort und alle Behandlungsmaßnahmen sind nur temporär. In unserer Praxis in Hamburg-Wandsbek arbeiten wir bei der Erosionstherapie immer ursächlich und umfassend. Unser Wiki-Beitrag zur richtigen Mundhygiene zu Hause gibt konkrete Tipps, wie die häusliche Zahnpflege bei Erosionen angepasst werden sollte.
Prävention von Zahnérosionen
Die beste Behandlung von Zahnérosionen ist ihre Prävention. Für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Erosionsrisiko empfehlen wir folgende Maßnahmen: saure Getränke nur zu den Mahlzeiten und mit einem Strohhalm konsumieren, um den Kontakt mit den Zähnen zu minimieren; nach sauren Speisen oder Getränken 30 bis 60 Minuten warten, bevor man die Zähne putzt, da der Schmelz nach einer Säureattacke vorübergehend erweicht ist; fluoridhaltiges Wasser oder Mundspülungen nach dem Konsum saurer Lebensmittel verwenden; bei Reflux einen Arzt aufsuchen und die Grunderkrankung behandeln; Kaugummi nach den Mahlzeiten kauen, um den Speichelfluss und damit die Selbstreinigungskraft des Mundes zu fördern. Eine Aufbissschiene in der Nacht kann bei Bruxismus zusätzlich den mechanischen Abrieb auf dem bereits geschwächten Schmelz verringern und die Restaurationen schützen. Unsere Leistungsseite zur Parodontologie in Hamburg-Wandsbek zeigt, wie wir alle Formen von Zahnhartsubstanzverlust diagnostizieren und behandeln.
- Zahnérosion entsteht durch Säureeinwirkung aus Nahrungsmitteln, Getränken oder Magensäure – nicht durch Kariesbakterien
- Frühstadien sind oft symptomlos; Fortschreiten führt zu Verkürzung, Verfärbung und Überempfindlichkeit der Zähne
- Ursachenbeseitigung steht immer vor restaurativen Maßnahmen – sonst schreitet der Schaden weiter fort
- Fluoridierung, Ernährungsberatung und regelmäßige Kontrollen sind die Säulen der Erosionsprävention
Fazit: Zahnérosion erkennen und behandeln bei Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek
Zahnérosionen sind eine weit verbreitete, aber oft unterschätzte Ursache für Zahnschäden. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek diagnostizieren wir Erosionen systematisch, suchen gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten nach den Ursachen und erarbeiten individuelle Präventions- und Behandlungsstrategien. Wer empfindliche Zähne, sichtbar kürzer gewordene Schneidezähne oder eine glatte, matte Zahnoberfläche bemerkt, sollte zeitnah einen Termin vereinbaren – denn je früher Erosionen erkannt werden, desto einfacher und substanzschonender ist die Therapie. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft freuen wir uns, wenn wir durch frühzeitiges Eingreifen weiteren Substanzverlust verhindern können. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in unserer Zahnarztpraxis in Hamburg-Wandsbek und lassen Sie Ihre Zähne auf Erosionszeichen untersuchen.

