Antibiotikaprophylaxe bezeichnet in der Zahnmedizin das vorbeugende Einnehmen von Antibiotika vor einem zahnärztlichen Eingriff, um das Risiko einer ernsthaften bakteriellen Infektion zu minimieren. Zahnärztliche Behandlungen gehen mit einer vorübergehenden Freisetzung von Bakterien in den Blutkreislauf einher, einer sogenannten Bakteriämie, die bei den meisten gesunden Menschen harmlos ist. Bei bestimmten Patientengruppen mit vorgeschädigtem Herzgewebe kann diese Bakteriämie jedoch lebensbedrohliche Infektionen wie eine Endokarditis auslösen. In unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek nehmen wir die Antibiotikaprophylaxe sehr ernst und prüfen bei jedem Patienten und jeder Patientin sorgfältig, ob eine solche Maßnahme notwendig ist. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft ist uns die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten das höchste Gebot.

Wir sind Zahnärzte in Hamburg-Wandsbek und helfen Ihnen gerne weiter.

Wann eine Antibiotikaprophylaxe notwendig ist

Die aktuelle Leitlinie zur Endokarditisprophylaxe empfiehlt eine Antibiotikaprophylaxe vor bestimmten zahnärztlichen Eingriffen nur noch für Patientinnen und Patienten mit sehr hohem Infektionsrisiko. Dazu zählen Menschen mit einem künstlichen Herzklappensatz, Menschen mit einer durchgemachten Endokarditis in der Vorgeschichte, Menschen mit bestimmten angeborenen Herzfehlern sowie Patienten nach einer Herztransplantation mit bestimmten Herzveränderungen. Nicht mehr in der Routineprophylaxe enthalten sind dagegen Patienten mit Herzschrittmacher, mit künstlichen Hüftgelenken oder mit anderen Implantaten außerhalb des Herzens, es sei denn, es liegen besondere klinische Umstände vor. Die Entscheidung, ob eine Antibiotikaprophylaxe notwendig ist, treffen wir in unserer Praxis in Hamburg-Wandsbek immer im Zusammenspiel mit dem Kardiologen oder dem behandelnden Internisten des Patienten. Informationen zu medizinischen Hintergrunderkrankungen und ihrer Bedeutung für die Zahnmedizin finden Sie auch in unserem Wiki-Beitrag zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung.

Warum die Anamnese entscheidend ist

Damit wir entscheiden können, ob eine Antibiotikaprophylaxe notwendig ist, müssen wir die vollständige Krankengeschichte unserer Patientinnen und Patienten kennen. Herzerkrankungen, Herzoperationen, Klappenerkrankungen und frühere Endokarditisepisoden sind Informationen, die bei der ersten Anamnese erfasst werden und bei jedem weiteren Besuch aktualisiert werden sollten. Wir bitten alle unsere Patientinnen und Patienten, Änderungen in ihrer Krankengeschichte oder neue Medikamente immer beim nächsten Besuch zu erwähnen, auch wenn sie glauben, dass dies für die Zahnbehandlung nicht relevant ist. Nur mit vollständigen Informationen können wir sicher planen. Ein Patient, der nach dem letzten Besuch eine Herzoperation hatte, muss von uns anders behandelt werden als zuvor. Besonders wichtig ist es, uns über neu implantierte Herzklappen oder eine frühere Endokarditis zu informieren, da diese Informationen direkt darüber entscheiden, ob vor zahnärztlichen Eingriffen eine Prophylaxe eingeleitet wird. Viele Patientinnen und Patienten sind sich nicht bewusst, dass ihre Herzkrankheit für die Zahnbehandlung relevant ist – die Aufklärung darüber ist daher ein wesentlicher Teil unseres Beratungsgesprächs. Unser Anamnesebogen und das persönliche Gespräch bei Neupatientinnen und -patienten sind deshalb ein wesentlicher Teil unserer Behandlungsqualität.

Prophylaxe bei anderen Risikogruppen

Neben dem Endokarditisrisiko gibt es weitere Patientengruppen, bei denen eine Antibiotikaprophylaxe in der Zahnarztpraxis diskutiert wird. Dazu gehören Patientinnen und Patienten mit einem stark geschwächten Immunsystem, etwa nach einer Organtransplantation, während einer Chemotherapie oder bei bestimmten angeborenen Immundefekten. Auch Patientinnen und Patienten, die mit Bisphosphonaten behandelt werden, erfordern besondere Vorsicht, weil Zahnentfernungen bei ihnen das Risiko einer Kieferknochennekrose erhöhen können. Bei immungeschwächten Patientinnen und Patienten kann selbst eine kleine zahnärztliche Wunde eine Eintrittspforte für Erreger sein, die beim gesunden Menschen keine Gefahr darstellen würden – daher ist die individuelle Risikoabwägung in solchen Fällen besonders sorgfältig. Wir führen in diesen Situationen ein ausführliches Beratungsgespräch und legen gemeinsam mit dem Patienten und dem behandelnden Facharzt einen Behandlungsplan fest, der sowohl die zahnärztlichen Bedürfnisse als auch die medizinische Gesamtsituation berücksichtigt. In diesen Fällen sprechen wir immer in enger Abstimmung mit dem behandelnden Onkologen, Rheumatologen oder Internisten und passen unser Behandlungskonzept entsprechend an. Informationen zu Zahnimplantaten und ihrer Planung bei medizinischen Grunderkrankungen finden Sie auf unserer Leistungsseite zu Zahnimplantaten in Hamburg-Wandsbek.

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Prophylaxe als Grundlage für Zahngesundheit

Die beste Antibiotikaprophylaxe ist die, die gar nicht erst notwendig wird. Wer durch konsequente Mundhygiene und regelmäßige Prophylaxe dafür sorgt, dass in seiner Mundhöhle möglichst wenig pathogene Bakterien vorhanden sind, reduziert auch das Bakteriämierisiko bei zahnärztlichen Eingriffen. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen entfernen auch subgingivale Beläge und senken den Keimgehalt in der Mundflüssigkeit. Unser Prophylaxe mit System-Konzept begleitet Risikopatientinnen und -patienten mit besonders strukturierten Recall-Terminen und individuell angepassten Hygieneempfehlungen. Für weitere Informationen zur Mundhygiene empfehlen wir unseren Wiki-Beitrag zur richtigen Mundhygiene zu Hause.

Antibiotikaresistenz und verantwortungsvoller Einsatz

Die globale Problematik der Antibiotikaresistenz macht einen verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika auch in der Zahnmedizin zwingend notwendig. Wir in unserer Praxis in Hamburg-Wandsbek setzen Antibiotika nur dann ein, wenn sie klinisch eindeutig indiziert sind, und halten uns strikt an die aktuellen Leitlinien. Eine prophylaktische Antibiose ohne klare medizinische Indikation lehnen wir ab, weil sie dem Patienten nicht nützt und zur Resistenzbildung beiträgt. Wir klären unsere Patientinnen und Patienten darüber auf, dass eine angefangene Antibiotikakur immer vollständig eingenommen werden sollte, da ein vorzeitiger Abbruch resistente Keime begünstigt und den Therapieerfolg gefährdet. Parodontitis sollte durch unsere Leistungsseite zur Parodontologie in Hamburg-Wandsbek mechanisch behandelt werden, nicht durch Antibiotika als Ersatz. Informationen zur Vorsorge im zahnärztlichen Bereich finden Sie auch in unserem FAQ zur Parodontose und ihrer Behandlung.

  • Antibiotikaprophylaxe schützt Risikopatienten mit Herzerkrankungen vor einer Endokarditis nach zahnärztlichen Eingriffen
  • Leitliniengemäße Indikation nur für Hochrisikogruppen wie Herzklappenpatienten und Endokarditis-Vorerkrankte
  • Vollständige Anamnese als Voraussetzung für die sichere Entscheidung über Prophylaxemaßnahmen
  • Gute Mundhygiene und regelmäßige Prophylaxe senken den Keimgehalt und das Bakteriämierisiko

Fazit: Antibiotikaprophylaxe bei Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek

Antibiotikaprophylaxe ist eine wichtige Schutzmaßnahme für Patientinnen und Patienten mit bestimmten Herzerkrankungen, die wir in unserer Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek konsequent anwenden, wenn sie medizinisch indiziert ist. Gleichzeitig setzen wir Antibiotika verantwortungsvoll und nach Leitlinie ein, um Resistenzbildungen zu vermeiden. Als Zahnärzte und Zahnärztinnen mit Leidenschaft freuen wir uns, wenn alle unsere Patientinnen und Patienten, auch diejenigen mit besonderen medizinischen Risiken, sicher und gut betreut behandelt werden können. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in unserer Zahnarztpraxis in Hamburg-Wandsbek und informieren Sie uns über alle relevanten Vorerkrankungen.

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