Nichtmetallische Implantatlösungen aus Zirkonoxid
Keramikimplantate bestehen heute überwiegend aus hochleistungsfähigem Zirkonoxid und ermöglichen eine Versorgung mit einem metallfreien keramischen Werkstoff.
Die helle Materialfarbe, die guten Gewebeeigenschaften und der Wunsch vieler Patientinnen und Patienten nach einer nichtmetallischen Versorgung machen Keramikimplantate zu einer interessanten Alternative. Sie sind jedoch nicht automatisch für jede Zahnlücke oder jede Belastungssituation die beste Wahl.
Bei Quarree Dental in Hamburg-Wandsbek prüft Ihr Zahnarzt oder Zahnärztin sorgfältig, ob ein Keramikimplantat zu Ihrem Knochenangebot, Ihrem Zahnfleisch, der geplanten Zahnposition und dem späteren Zahnersatz passt. Dabei verbinden wir moderne Implantologie mit persönlichen Erfahrungswerten und einer individuell abgestimmten Planung.
Was sind Keramikimplantate aus Zirkonoxid?
Ein Keramikimplantat übernimmt wie ein Titanimplantat die Funktion einer künstlichen Zahnwurzel. Es wird im Kieferknochen verankert und kann nach erfolgreicher Einheilung eine Krone oder eine andere prothetische Versorgung tragen. Moderne Keramikimplantate bestehen überwiegend aus hochfester Dentalkeramik auf Basis von Zirkoniumdioxid.
Material und Qualität von Keramikimplantaten
Die Begriffe Zirkon, Zirkonium, Zirkoniumdioxid und Zirkonoxid werden häufig verwechselt. Zahnmedizinisch handelt es sich bei Zirkoniumdioxid um eine oxidische Hochleistungskeramik und nicht um metallisches Zirkonium. Eigenschaften und Qualität können sich je nach Herstellungsverfahren, Oberfläche, Implantatdesign und Hersteller unterscheiden.
- 1Erstberatung & Befundaufnahme
Analyse Ihrer Zahnsituation und Besprechung der Optionen. - 2Implantatplanung
Exakte Positionierung des Implantats mithilfe moderner 3D-Technik. - 3Implantation
Schonendes Einsetzen des Keramikimplantats unter lokaler Betäubung - 4Einheilphase
Das Implantat verbindet sich fest mit dem Kieferknochen. - 5Zahnersatz
Passgenaue, ästhetische Krone aus Keramik wird eingesetzt.
Vorteile von Keramikimplantaten für Ästhetik und Zahnersatz
Ein Keramikimplantat ist weiß beziehungsweise elfenbeinfarben. Diese Eigenschaft kann vor allem im sichtbaren Frontzahnbereich von Vorteil sein, wenn das Zahnfleisch sehr dünn ist oder sich später zurückbildet.
Auch bei einem weißen Implantatkörper entsteht ein natürliches Ergebnis jedoch nicht allein durch das Material. Die Position des Implantats, die Höhe und Dicke des Zahnfleisches, die Form des Aufbaus sowie Farbe und Lichtwirkung der späteren Krone bleiben entscheidend.
Eine individuell gestaltete Krone aus Vollkeramik kann sich optisch harmonisch in die vorhandene Zahnreihe einfügen. Ob die gesamte Behandlung tatsächlich als metallfreier Zahnersatz umgesetzt werden kann, hängt allerdings von allen verwendeten Komponenten ab. Neben dem Implantatkörper müssen auch Aufbau, Verbindungselemente und Krone berücksichtigt werden.
Keramikimplantate garantieren daher nicht automatisch eine bessere Ästhetik. Bei einer geeigneten Ausgangssituation können sie aber einen wertvollen Baustein der ästhetischen Planung bilden.
Einteilige und zweiteilige Keramikimplantate
Keramikimplantate unterscheiden sich nicht nur durch ihre Oberfläche und ihren Hersteller. Besonders wichtig ist die Bauform.
Einteilige Implantate
Bei einem einteiligen System sind Implantatkörper und Aufbau fest miteinander verbunden. Es gibt keine separate Verbindung zwischen Implantat und Abutment. Dadurch steht die spätere Ausrichtung des Aufbaus bereits beim Einsetzen fest.
Die Position muss deshalb besonders präzise geplant werden. Einteilige Implantate heilen durch das Zahnfleisch hindurch ein und müssen während dieser Phase zuverlässig vor ungünstigen Belastungen geschützt werden. Nachträgliche prothetische Korrekturen sind nur begrenzt möglich.
Für wissenschaftlich untersuchte einteilige Zirkonoxidimplantate liegen positive klinische Ergebnisse vor. Entscheidend ist jedoch, dass das verwendete System zur geplanten Versorgung und zur individuellen Behandlungssituation passt.
Zweiteilige Systeme
Bei zweiteiligen Systemen werden Implantatkörper und Aufbau getrennt miteinander verbunden. Dadurch kann sich eine größere Flexibilität bei der späteren Versorgung ergeben, ähnlich wie bei vielen Implantaten aus Titan.
Der Aufbau kann entsprechend der geplanten Zahnposition und Kronenform ausgewählt werden. Das erleichtert in bestimmten Situationen die prothetische Gestaltung.
Die klinische Langzeitdatenlage ist bei diesen Systemen bislang weniger umfangreich als bei etablierten Titanimplantaten und einigen einteiligen Keramiksystemen. Welche Bauform infrage kommt, hängt vom verwendeten Implantatsystem, der Position der Zahnlücke, der Belastung und den anatomischen Voraussetzungen ab.
Für wen sind metallfreie Implantate geeignet?
Keramikimplantate können besonders für Patientinnen und Patienten interessant sein, die eine nichtmetallische Implantatlösung wünschen oder im sichtbaren Zahnbereich hohe ästhetische Ansprüche haben.
Mögliche Voraussetzungen sind:
- eine Einzelzahnlücke im ästhetisch sichtbaren Bereich
- sehr dünnes Zahnfleisch
- der Wunsch nach einer nichtmetallischen Versorgung
- ein ausreichendes Knochenangebot
- eine geeignete Biss- und Belastungssituation
- eine prothetische Planung, die mit dem gewählten System sicher umgesetzt werden kann
Der Implantatkörper aus Keramik kann in ausgewählten Fällen eine nichtmetallische Alternative zu Titan sein. Ob auch der Aufbau und die spätere Krone vollständig ohne metallische Komponenten hergestellt werden können, muss für jedes Implantatsystem einzeln geprüft werden.
Eine bekannte Allergie gegen ein anderes Metall bedeutet nicht automatisch, dass Titan nicht verwendet werden kann. Eine klassische Titanallergie gilt als selten. Bei einer vermuteten Unverträglichkeit sind deshalb eine sorgfältige Anamnese, die bisherigen medizinischen Erfahrungswerte und eine persönliche Beratung durch Ihren Zahnarzt besonders wichtig.
Keramikimplantat oder Titanimplantat?
Titan bietet die umfangreichste klinische Erfahrung und eine hohe Flexibilität bei unterschiedlichen prothetischen Versorgungen. Ein Keramikimplantat ermöglicht dagegen eine nichtmetallische Lösung und kann bei passenden Voraussetzungen ästhetische Vorteile bieten.
Welche Variante zu Ihnen passt, hängt unter anderem von Zahnlücke, Knochen, Zahnfleisch, Belastung, geplanter Krone oder Brücke sowie Ihren persönlichen Materialwünschen ab.
Mehr über den etablierten Implantatwerkstoff erfahren Sie auf unserer Seite zu Titanimplantaten in Hamburg.
Planung und Einheilphase bei Implantaten aus Keramik
Die Position des Implantats wird präzise auf den späteren Zahnersatz abgestimmt. Bei einteiligen Systemen ist das besonders wichtig, da Implantatkörper und Aufbau nachträglich nicht getrennt ausgerichtet werden können.
Vor dem Eingriff prüfen wir Zahnposition und Kronenform, Knochenhöhe und Knochenbreite, Zahnfleisch, Kaukräfte, Reinigungsmöglichkeiten sowie die Bauform des Implantatsystems.
Kosten für Keramikimplantate
Die Kosten hängen vom Implantatsystem, der Anzahl der Implantate, dem Knochenangebot, möglichen vorbereitenden Behandlungen, der Art des Aufbaus sowie dem zahntechnischen Aufwand für Krone oder Zahnersatz ab.
Nach der Untersuchung erhalten Sie bei Quarree Dental einen transparenten Heil- und Kostenplan für Ihre individuelle Versorgung.

